Wirklichkeit oder Illusion?


ICH BIN.................. EGO, SELBST UND SEIN

 

Unsere Existenz beruht auf einer Verkettung komplizierter Vorgänge. Allen existenziellen Formen liegt ein Sein zugrunde, was über die Grenzen des Universums hinausreicht!

Der Begriff Sein  bedeutet in der Philosophie: Gegebensein, In-der-Welt-sein, etwas Allgemeines, allem Zugrundeliegendes, aber auch das alles umfassende Höchste (Gott). Im Gegensatz dazu kennzeichnet der Begriff des Seienden einzelne Gegenstände oder Tatsachen. Seiendes kann auch die Gesamtheit des Existierenden, also „die ganze Welt“, bezeichnen, solange dies räumlich und zeitlich bestimmbar ist.

 

 

Sein ist hingegen das unveränderliche, zeitlose, umfassende Wesen sowohl einzelner Gegenstände als auch der Welt als Ganzes.  Gemeinsamer Nenner aller wirksamen Kräfte und Formen verkörpert das Sein. -  Das, was wahr ist und wahr macht.

Seiendes ist im Werden vergänglich. Seiendes ist gewordenes Mögliches. Die Untersuchung des Wesens von allem Seienden ist Hauptgegenstand der Seinslehre (Ontologie). 

 

Da wir ein Bewusst(sein) haben, stellen wir uns oft die Frage: Wer oder Was bin ich? Da wir imstande sind zu denken und wahrnehmungsfähig sind, kann man postulieren:

"Ich denke, also bin ich?   könnte es auch heißen -  Ich denke, also spinn ich? 

 

Klingt polarisierend  meinen Sie?

Um diese Fragen zu erörtern müssen wir über folgende Begrifflichkeiten nachdenken.

 

Das Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden. Das Ich wird seiner selbst bewusst, sobald es bemerkt, dass es etwas bewirken kann. Es sagt etwas über die Meinhaftigkeit aus.

Beispiel: Ich bin mein Körper. Ich bin, was ich empfinde und habe einen Körper.

 

Das Ego hat keine feste Form. Es ist eine illusionäre Marotte unseres Gehirns. Was es ist, weiß es nicht von vornherein. Es macht sich erst ein Bild davon. Dazu stellt es Vermutungen an und identifiziert sich mit dem, wofür es sich jeweils hält. Die Funktion des Egos ist untrennbar mit seinem gemachten Selbstbild verbunden. Das Ego urteilt - klammert sich an Konfessionen,

ist virtuell, austauschbar, histrionisch, an Wirkung orientiert und parteiisch.

 

Drei Charaktere schreibt man dem Menschen zu:

 

Einen den er hat - Einen den er gern hätte  - und Einen den er vorgibt zu sein 

 

An den letzten beiden genannten Eigenschaften hat die gemachte Instanz entscheidenden Einfluss. (Ego)

 

 

Beispiel:

Ich bin eine perfekte Ehefrau,

ich bin ein guter Sohn,

mein Mann ist der beste Anwalt von Deutschland.

 

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, jedoch bewiesen sind diese Vermutungen oder Urteile dadurch nicht. Der Unterschied liegt darin begründet was ich bin oder wofür ich mich halte.  

 

Wichtige Funktionen des Egos

 

Das Ego hat aber auch was Gutes. Durch den psychologischen Grundkonflikt mit der Auseinandersetzung mit allem was uns umgibt, hat es der Mensch nicht gerade einfach.

 

Wir haben im Verlauf der Evolution Abwehrmechanismen entwickelt. Dadurch wird das Leben erst erträglich. Unser Gehirn wäre ohne diesen Schutz vielleicht ein paar Minuten funktionsfähig, dann würde es kollabieren. Die Eindrücke und Einwirkungen wären nicht zu ertragen.

 

Das Ego übernimmt als Anwalt eine Verteidigungshaltung. Es bietet Geborgenheit und hält die Funktionsweise unseres Geistes und Körpers aufrecht. Negative Einflüsse werden von uns abgewehrt.  Durch die Verengung ist das Ego aber auch eine Quelle der Angst.

 

Es setzt der Welt eine Behauptung entgegen, ein konkretes So-und-nicht-anders-sein-wollen. Dadurch versucht es sich zur Vormachtstellung unserer wahren Existenz aufzuschwingen.

 

Das Ich neigt dazu sich hinter dem Ego einzunisten und hält sich schön warm. Ein selbstbestimmtes Leben ist unmöglich, weil ich nur eine Rolle einnehme.  Dieser Zustand ist oftmals gelebte Praxis und führt unweigerlich zu psychischen Störungen. 

 

Soll ich mein Ego nun verteufeln? Nein, - besser ist es, das Ego zu beobachten, wahrzunehmen und die Dinge wirklichkeitsnah zu betrachten. Wer das Ego erkennt, hört auf sich mit ihm zu verwechseln. 

 

Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung?

 

Das Ego ist immer ein dorthin - das Selbst ein Hier - und - Jetzt. Mein Selbst ist das was ich wirklich bin. Das Selbst ist existent, grundsätzlich, gegeben und vorurteilsfrei. Es entspricht der Wirklichkeit als Ganzes, aus deren Sicht Geburt und Tod nur Formen sind.

 

Wirklichkeit umfasst das Gefüge sämtlicher Kräfte und Formen, die jetzt gegenwärtig sind und wechselseitig aufeinanderwirken. Die Welt ist wie sie ist und nicht wie ich sie gerne hätte, auch wenn es aus persönlicher Sicht manchmal weh tut.

 

Wie komme ich meinem Selbst näher?

 

An anderer Stelle hier schon erwähnt haben sie die Möglichkeit der Meditation mit ihren drei Säulen:

 

 

Entspannen, Beobachten, nicht bewerten!

Integrieren der Heilatmung!

Bleiben sie sich treu!

 

 

 

Erfüllen sie sich - und nicht die Erwartungen anderer!

Seien sie achtsam und lassen sie zu was geschieht.

Es ist sowieso nicht zu ändern, wenn etwas schief gegangen ist! ( siehe Murphys Gesetze)

Versuchen sie nicht andere Leute zu verändern. Sie ernten nur Widerstand. Alles, wogegen sich ihr Widerstand richtet, kommt zu ihnen zurück. Es ist schlicht weg unmöglich einen intrapsychischen Kampf zu führen den sie verlieren. 

Handeln sie im Einklang mit sich selbst! Sie haben immer die Wahl.