Sexualität und Gesundheit - eine untrennbare Einheit


 

Sexualität wird oftmals gleichgesetzt mit Sex, Geschlechtsverkehr, Kopulation oder körperlicher Vereinigung. Zum Teil stimmt das auch - jedoch verbirgt sich hinter dem Begriff mehr als man zunächst annimmt. 

 

Sexualität (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“,  bezeichnet im engeren  Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer Fortpflanzung fähig sind. Gewagte Definition, die man in Fachbüchern nachlesen kann.

 

Schauen wir einmal etwas über den Tellerrand.

 

Welche Halbwahrheiten kursieren? 

Was passiert ohne Partner oder mit einem gleichgeschlechtigen Partner?

Wie fühlt sich ein Asexueller?

Was passiert bei geistig verschmelzendem Sex ohne Körperkontakt?

Wie reagiert eine Mutter, wenn ihr kleiner Sohn sich an seinen Genitalien spielt?

Gehört ein Flirt oder ein tiefer Blick in die Augen schon zur Sexualität?

 

Fragen über Fragen zeigen, dass es sich bei dem Begriff Sexualität um einen komplexen Bereich handelt, der seit der Existenz von Lebewesen die Rolle spielt, um überhaupt zu sein.

 

Kopfkino und  Hormonsteuerung

 

Die stärksten Energieressourcen sind im geistigen und sexuellen Bereich angesiedelt. Das ist funktional notwendig und genetisch so angelegt. Eine gelebte Sexualität macht uns nicht nur glücklich. Wir fühlen uns auch leistungsfähiger und hemmen unseren Altersprozess.

 

Sexualität ist ein Jungbrunnen, der in uns veranlagt ist und wichtige Körperfunktionen auf Trab hält. Wie funktioniert das?  Es beginnt beim Flirt, beim Küssen, bei Zärtlichkeiten und schon entstehen Glücksgefühle. Ein glücklicher Mensch ist einfach vitaler. Es muss nicht gleich eine Erektion oder Orgasmus sein. Das kann man nicht oft genug betonen.

 

Sexualität ist Ausdruck von Liebe und Begehren. Rein biochemisch gesehen wird dabei ein Feuerwerk an Hormonen freigesetzt. Neben den Sexualhormonen Testosteron und Östrogen ist da etwa das „Vertrauenshormon“ Oxytocin. Es ist unter anderem für die Mutter - Kind - Bindung zuständig. Es schafft aber auch Vertrauen wenn es zu Zärtlichkeiten kommt und ist ein wichtiger Baustein bei längerer Bindung. Wissenschaftliche Studien belegen:

 

Wer guten Sex hat, sieht jünger und attraktiver aus.

 

 

 

 Anspannung - Extase - Entspannung

 

Lust und Trieb sind genetische Dispositionen die uns eigen sind. Unausgelebt oder unterdrückt kann es zu physischen und psychischen Störungen kommen. Bei sexuellen Aktivitäten ist eine Steigerung bis zum Orgasmus möglich.

 

Die gesteigerte Lust ist dann eine intensiv angenehme Weise des Erlebens bis zum Höhepunkt. Kurz vor dem Orgasmus steigert sich die Durchblutung der Geschlechtsorgane bis zum Maximum. Während des Höhepunktes kommt es im Genitalbereich zu rhythmischen unwillkürlichen Kontraktionen, in denen sich die Spannung entlädt. Anschließend erfolgt meist eine Entspannung des Genitalbereichs, oft auch des gesamten Körpers.

 

Beim Mann kommt es in der Regel während des Höhepunktes zu einem Erguss (Ejakulation). Frauen können analog zur männlichen Ejakulation während eines Orgasmusses einen lustvollen Flüssigkeitserguss erleben, was als weibliche Ejakulation  bezeichnet wird. Die Dauer des Höhepunktes ist relativ kurz. Sie dauert beim Mann etwa 3-4 Sekunden und bei Frauen 7-10 Sekunden. Bei Frauen die libidinös gut veranlagt sind, kann die Zeitdauer länger und sehr intensiv sein.

 

Der Austausch von Körperflüssigkeiten hat generell durch die Hormonausschüttung einen positiven und gesundheitsfördernden Effekt. Durch die Vermischung unterschiedlicher Bakteriemstämme beim Austausch der Körperflüssigkeiten findet eine ganz natürliche Immunisierung statt und die Abwehrkräfte des Körpers werden gestärkt.


Scham und Prüderie

 

Die Komplexität der Sexualität ist mannigfaltig. So schön funktionale Sexualität auch ist, so beeinträchtigt eine sexuellen Funktionsstörung unsere Lebensqualität  jedoch enorm. Der Schweregrad  des Leidens liegt nicht immer im Krankheitsbild selbst.

 

Schwieriger ist die Überwindung den ersten Schritt zu tun und Hilfe in Anspruch zu nehmen. 

 

Noch heute sind Prüderie oder diskriminierende Ansichten über die menschliche Sexualität an der Tagesordnung.

Scham, durch veraltete Glaubensätze bestimmt, ist ein komplexer Wirkfaktor unserer Gesellschaft.

 

Befreien Sie sich! 

 

Leben Sie!  Lachen Sie!  Lieben Sie!

 

 

Sexualität ist ein ganz natürlicher Vorgang, der zur Ganzheitlichkeit unseres Seins untrennbar dazugehört.

 

Nicht mehr - und nicht weniger! 

 

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,

sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!